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Der Polterabend

Lassen wir es poltern!

Unter einem Polterabend versteht man in Deutschland, Schlesien und Hinterpommern einen Hochzeitsbrauch, einem Brautpaar vor dessen Heirat durch das Zerbrechen von Steingut und Porzellan ein Gelingen der Ehe zu wünschen. Der Polterabend findet in der Regel vor dem Haus der Braut bzw. ihrer Eltern statt. Das Brautpaar gibt lediglich den Termin bekannt, lädt aber niemanden persönlich ein. Manch ein Brautpaar sieht darin die Möglichkeit, viele Personen, die zur Hochzeit selber nicht eingeladen werden können, so teilhaben zu lassen. Daher wird auch für eine Verköstigung gesorgt, ein traditionelles Gericht für den Polterabend ist die Hühnersuppe, da Hühner ein Symbol für Fruchtbarkeit sind und in früheren Zeiten dem Brautpaar am Polterabend Hühner geschenkt wurden.

Der eigentliche Höhepunkt dieses Brauches ist das Zerbrechen durch Hinwerfen von mitgebrachtem Porzellan, aber auch Steingut, Blumentöpfe oder Keramikartikel, wie Fliesen, Waschbecken und Toilettenschüsseln, sind gern verwendete Wurfgegenstände. Auch metallene Gegenstände, wie Blechbüchsen, Kronkorken und Konservendeckel, sind zum Poltern verbreitet. Verboten hingegen sind Gläser (Glas steht für Glück, das nicht zerstört werden soll) oder gar Spiegel (ein zerbrochener Spiegel steht für sieben Jahre Pech).

Das Brautpaar muss dann gemeinsam den Scherbenhaufen entsorgen. Die Gäste bringen üblicherweise keine Geschenke mit, können dies aber tun. Wer dem Paar etwas schenken möchte, aber nicht zur Hochzeit selber geht, kann das Geschenk am Polterabend übergeben.

Die Kleidung ist meist eher leger. Besonders das Brautpaar trägt meist nicht die neuesten Kleidungsstücke, denn mancherorts wird um Mitternacht die Hose des Bräutigams verbrannt und die Schuhe der Braut auf ein Holzbrett genagelt. In manchen Regionen wird der BH der Braut zusammen mit der Hose des Bräutigams verbrannt. Die Asche wird zusammen mit einer Flasche Schnaps eingegraben. Nach einem Jahr wird die Flasche ausgegraben und geleert. Der Polterabend wird meist am Vorabend der kirchlichen oder standesamtlichen Trauung gefeiert. Findet der Polterabend direkt am Vorabend der Hochzeit statt, ist es dem Brautpaar durchaus gestattet, sich vorzeitig (z. B. um Mitternacht) von der Feier zu entfernen, um am nächsten Tag frisch und nicht verkatert zu sein. Heutzutage ist es üblich den Polterabend Wochen vor dem Hochzeitstag zu veranstalten.

Hier noch ein paar Tipps

  • Beachten Sie, dass Ihre Nachbarn Bescheid wissen und evtl. vor dem Haus parkende Fahrzeuge anderweitig parken.
  • Sorgen Sie für ausreichende Behälter, damit das Geschirr und andere Materialien vernünftig entsorgt werden können.
  • Machen Sie Trotz allem eine grobe Gästeliste, damit Sie genügend Getränke und Speisen vorrätig haben.

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